Geopark Kyffhäuser
Wandern und Radwandern auf geologischen Pfaden

Broschüre
Geoparks sind in eine Möglichkeit, die breite Öffentlichkeit mit dem Thema Geologie bekannt zu machen. Geologie und Bergbau gehören einfach zusammen. Und wenn man ehrlich ist, ohne Bergbau wäre die ganze technologische Entwicklung, die wir in den letzten Jahrhunderten erlebt haben, überhaupt nicht möglich gewesen. Unter diesem Hintergrund hat sich der Verein "GeoPark Kyffhäuser e.V." gebildet, der an die reiche Bergbaugeschichte erinnern möchte, die es im Gebiet am Kyffhäuser gab. Der Kalibergbau ist sicher allen in Erinnerung, aber die wenigsten Leute wissen, dass viel mehr Mineralien abgebaut wurden. Vom Lesebergbau, zur Gewinnung von Eisenknollen, bis Braunkohlen- und Kupferschieferbergbau gab es regen Abbau. Ja sogar Gold wurde gefunden. Um diese Traditionen wieder ins Gedächtnis zu rufen, hat der Verein ein Netz von Wander- und Radwanderrouten mit dem Schwerpunkt Thema Geologie und Bergbau geschaffen.

Im Bild links sehen Sie das Titelbild dieser Ausgabe, die im Frühjahr 2006 vom Verein herausgegeben wurde, und die entsprechende Routen mit seinen Höhepunkten beschreibt. Die Broschüre ist kostenlos in den Büros des Kyffhäuser Tourismusverband, in Sondershausen (Markt) und Bad Frankenhausen (Anger 14), zu beziehen. Ein Spende jedoch kann jedoch beitragen, dass Folgeauflagen weiterhin erscheinen können. Spenden an:
GeoPark Kyffhäuser e.V.
Kt.-Nr.: 3000007597 - BLZ: 820 550 00
Vielen Dank.


Was erwartet Sie?

Hinweis: Ich habe den GeoPark noch nicht in allen Teilen besucht. Deshalb weiß ich nicht, wie die Ausschilderung ist. Beim GeoPark Kalibergbau weiß ich, dass er noch nicht in allen Teilen ausgeschildert ist.

  • GeoPfad Barockdorf Bendeleben
    Rundwanderweg 3,2 km durch das "Barocke Bendeleben" (Bilder Bendeleben)

  • GeoPfad Steinrinne
    Radrundweg 11,6 km von der Ausgrabungsstätte bis zum Obstanbau Kindelbrück - Pyramide - Ausgrabungsstätte - Wipperdurchbruch (Bilder Wipperdurchbruch) - Gründelsloch

  • GeoPfad Artern
    Rundwanderweg 10 km durch die "Salzgeschichte der Stadt Artern (Bilder Artern)

  • GeoPfad Rund um das Kyffhäusergebirge
    Radrundweg 50 km um das Kyffhäusergebirge, mit den Höhepunkten Barbarossahöhle und dem Freilichtmuseum "Königspfalz Tilleda" (Bilder Kyffhäusergebirge)

  • GeoPfad Rund um das Kyffhäuserdenkmal
    Rundwanderweg 3 km um das Denkmal (Bilder Kyffhäuserdenkmal) mit viele Informationen zu Geschichte und Geologie

  • GeoPfad Unstrut / Hohe Schrecke
    Radrundweg 60 km durch die Buchenwälder der Hohen Schrecke und entlang der Unstrut mit den Sehenswürdigkeiten "Wasserschloss Heldrungen" ( Bilder Wasserburg und Braunsroda), die Gutshöfe in Braunsroda und Hauteroda (Bilder Hauteroda), sowie den Städten Roßleben (Bilder Roßleben) und Wiehe (Bilder Wiehe)

  • GeoPfad Bad Frankenhausen
    Rundwanderweg 2 km durch das schöne Bad Frankenhausen (Bilder Bad Frankenhausen) mit Kreisheimatmuseum, Kyffhäusertherme, Kurpark, Quelle und Schausiede- und Gradierhaus

  • GeoPfad Kalibergbau
    Autorundfahrt zur Geschichte des Kalibergbaus Sondershausen, mit Erlebnisbergwerk. (Noch nicht in allen Teilen ausgeschildert.) Zum Tourtipp 1 Zum Tourtipp 2

  • GeoPfad Südkyffhäuser
    Rundwanderweg über 6,5 oder 13 km durch den Kyffhäuser mit geologischen Informationen.

Mein persönlicher Tipp 1
Der GeoPark Kalibergbau ist laut Broschüre zwar als Autotour ausgewiesen, ist aber problemlos mit dem Fahrrad zu schaffen. Meinen Vorschlag sehen Sie hier:
Zur Tourbeschreibung 1

Mein persönlicher Tipp 2
Wer sportlich ist und ein Mountainbike hat, dem empfehle ich diese landschaftlich schöne Strecke, um den GeoPfad Kalibergbau kennen zu lernen. Meinen Vorschlag sehen Sie hier:
Zur Tourbeschreibung 2

Hinweis:
Bitte keine Fragen mehr per E-Mail an mich, ob die Kalihalde für Montainbiker oder Wanderer befahrbar ist. Die Frage wurde beim Betreiber gestellt und und deutlich verneint, weil es aus bergrechlichen Dingen nicht machbar ist.

 

Weitere Literatur: Alles rund um den Kyffhäuser

Der Blick aus Richtung Possen (Göldner-Rundweg) auf Schacht II und im Hintergrund auf das Schachtgelände zeigt, die enge Verbindung von Stadt und Kalibergbau.

Zum Vertiefen des Themas: Bergbau in und um Sondershausen



Weitere Informationen zum Bergbau im Kyffhäuserkreis:
www.kyffhaeuserbergbau.de.vu (Seite öffnet im separatem Fenster!)



Die Gewerkschaft "Glückauf" Sondershausen
Die vorliegende Broschüre soll an den Beginn der Kaligeschichte in Sondershausen erinnern. Die Schwere der Arbeit beim Teufen der Schächte, beim Auffahren der ersten Baue zur Salzgewinnung ist es wert, den Bergleuten zu gedenken, die mit ihrer Hände Arbeit dazu beigetragen haben, dass das weiße Gold gefördert werden konnte. Die Salzlagerstätte in unserer Heimat war schon vor Jahrhunderten eine Quelle aus der man Salz gewann. Es waren Quellen im wahrsten Sinne des Wortes, denn bereits in der Gegend um das heutigen Bad Frankenhausen wurde durch Eindampfen von Quellsolen Steinsalz gewonnen. Die Pfänner der Saline in Frankenhausen hatten um 1600 ihre größte Ausbeute, etwa 6500 t . Titelblatt Im Heimatmuseum in Bad Frankenhausen kann man sich dazu ausführlich informieren. In der Nähe des Dorfes Auleben fließt noch heute eine Solequelle mit schwach salzigem Geschmack, das im16. Jahrhundert ein Anlass war, eine Saline aufzubauen, was aber scheiterte, da der Salzgehalt zu schwach war. Erst im 19.Jahrhundert wurde diese Salzlagerstätte intensiv bergmännisch genutzt. Vorher hatte man sich mehr oder weniger bewusst mit Kalium beschäftigt. In der aus Holz gewonnen Pottasche war Kalium enthalten, die zum Teil zur Düngung genutzt wurde, jedoch vorwiegend zur Seifenherstellung. Die Gewinnung von Pottasche hatte allerdings zur Folge, dass ganze Wälder abgeholzt wurden. Damit kam der bergmännischen Gewinnung von Kalisalzen in der späteren Zeit eine enorme Bedeutung zu. Justus von Liebig war es, der erkannte, dass das Kalium für das Wachstum einer Pflanze von Bedeutung ist. Schlussfolgernd hatte man sich ausgehend von der Wiege des Kalibergbaus in Staßfurt intensiv mit der Gewinnung von Kali beschäftigt. So wurden auch im Südharz Erkundungsbohrungen nieder gebracht, die dazu beitrugen, dass allein im Südharz über 50 Schächte geteuft wurden, so auch in Sondershausen. Man konnte mit Kali Geschäfte machen, da das Kalium nicht nur landwirtschaftlich genutzt wurde, sondern auch in der Industrie Verwendung fand. Dies erkannte auch H.L. Brügmann und gründete Dank seines geschäftlichen Geschicks und durch die Begünstigung des Fürstentums Schwarzburg-Sondershausen am 9.2.1893 die Gewerkschaft "Glückauf" Sondershausen, um Hartsalz und Carnallitit abzubauen. Der Aufbau ging zügig voran, so dass Gewinne erwirtschaft werden konnten, die auch dem Territorium zu Gute kamen. Die Stadt Sondershausen nahm einen wirtschaftlichen Aufschwung, was sich in einer ständigen Zunahme der Bevölkerung zeigte, so dass man festhalten kann, dass mit der Gründung der Gewerkschaft die Industrialisierung Sondershausen begann. Man kann also sagen, dass mit dem Beginn der Kaliära in Sondershausen und den sich parallel dazu entwickelten anderen Industriebetrieben sich eine Industrialisierung vollzog, die Tausenden Menschen von Sondershausen und Umgebung Brot und Arbeit garantierten. Dazu waren Fachleute nötig, so Alfred Gröbler, die mit Geschick und bergmännischem Wissen ein Bergwerk aufbauen konnten. Der Spruch im Bergmannsheim des Bergmannvereins "Glückauf" Sondershausen soll deshalb als Überschrift für die Gründung des Kaliwerkes gelten. "Bergwerk muss haŽn Verstand und eine getreue Hand !" Dass dies sich bewahrheitet hat, wurde in der über hundertjähriger Geschichte des Kaliwerkes in Sondershausen dokumentiert. Die vorliegende Broschüre ist kein Fachbuch und soll in Wort und Bild in zusammenfassender Form aus den Gründerjahren der Kaliindustrie in Sondershausen berichten. Es soll der Traditionspflege dienen, damit sich auch nachfolgende Generationen an die Gründerjahre der Kaliindustrie in Sonderhausen erinnern können.

Die oben genannte Broschüre kann man beim Erlebnisbergwerk in Sondershausen, der Stadtinformation in Sondershausen und im Schlossmuseum von Sondershausen zum Preis von 6,- Euro kaufen. Wird Postversand gewünscht, bitte an Frau Junge unter der Telefonnummer 03632 - 655280 wenden.







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